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Solingen

Starke Frauen

eine Vortragsreihe in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen

Die Reihe geht in kurzen und einfühlsamen Porträts dem Leben und dem Wirken von Frauen nach, die zum einen zu Unrecht im Schatten ihrer Männer standen bzw. vielmehr dort von einer unreflektierten Öffentlichkeit verortet wurden, oder die zum anderen einen außergewöhnlichen und durchaus kontroversen Lebensweg beschritten.

Nach der Verlängerung der Feierlichkeiten zu "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" widmet sich die Reihe auch im ersten Halbjahr 2022 drei jüdischen Frauen, die auf ungewöhnliche Weise Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben: Rahel Varnhagen, Luise Straus-Ernst und Regina Jonas.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

Rahel Varnhagen

im Rahmen der Feierlichkeiten "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Rahel Varnhagen von Ense (1771-1833) war eine der bedeutendsten Frauen der deutschen Romantik. Geboren als Rahel Levin wird die ebenso intelligente wie schlagfertige Frau zum Mittelpunkt einer Männergesellschaft, diskutiert u.a. mit Goethe und Heine. In ihrem Berliner Salon verkehren nicht nur Künstler, Schriftsteller und andere Geistesgrößen, sondern weitere starke jüdische Frauen. Unglückliche Beziehungen (vor der bürgerlichen Ehe mit dem 14 Jahre jüngeren Publizisten Karl August Varnhagen von Ense) gestalten sich ebenso schwierig wie ihre Versuche, sich als jüdische Frau zu emanzipieren. Rahels Briefe und Tagebücher finden noch heute faszinierte Leser*innen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Stefanie Mergehenn 4.2.22 1* Fr: 15:00-16:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
10-8117s@122
0.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Luise Straus-Ernst

im Rahmen der Feierlichkeiten "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Die Muse der Dadaisten Luise Straus-Ernst (1893-1944) war weit mehr als die erste Frau des Surrealisten Max Ernst, mit dem sie den Sohn Jimmy hatte. Die Tochter einer jüdischen Fabrikantenfamilie aus Köln verwirklichte sich als Kunsthistorikerin, Autorin und Journalistin. Bereits 1933 emigrierte sie nach Paris, wohin ihr Mann sich schon früher abgesetzt hatte. Die geplante Ausreise in die USA trat Max Ernst dann allerdings mit der Kunstsammlerin Peggy Guggenheim an. Luise hingegen wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Stefanie Mergehenn 1.4.22 1* Fr: 15:00-16:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
10-8118s@122
0.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Regina Jonas

im Rahmen der Feierlichkeiten "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Die weltweit erste Rabbinerin Regina Jonas (1902-1944) wuchs im Berliner Scheunenviertel in ärmlichen Verhältnissen auf, studierte dennoch an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und erhielt mit der Streitschrift „Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?“ nicht nur ihre Promotion, sondern 1935 auch das Rabbinats-Diplom. Als passionierte Predigerin und einfühlsame Seelsorgerin stand sie den bedrohten Jüdinnen und Juden in Berlin bei, bevor sie selbst 1942 mit ihrer Mutter nach Theresienstadt und 1944 nach Auschwitz deportiert und ermordet wurde. Als „Reginas Erbinnen“ amtieren heute etwa 300 Rabbinerinnen weltweit – ein rundes Dutzend allein in Deutschland.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Solingen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Stefanie Mergehenn 10.6.22 1* Fr: 15:00-16:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
10-8119s@122
0.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
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Philosophischer Vortrag

Lügen in der Politik

Lügen in der Politik scheint zu einem verbreiteten Phänomen geworden zu sein. Das ist aber nicht neu. Denn seitdem es Politik gibt, gehört die Lüge zum Werkzeug derjenigen, die sie betreiben.

Der Vortrag unternimmt eine geschichtliche Einbettung der politischen Lüge und verweist auf Phänomene für die aktuelle politische Achtsamkeit.

Hinweis: Für diese Veranstaltung ist keine vorherige Anmeldung erforderlich.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Uta-D. Rose 29.4.22 1* Fr: 17:00-18:30 (SG-Mi) Mummstraße 10
Google Maps
322, Forum
10-5110s@122
0.00 €
Anmeldung nicht nötig
Einzeltermine Information Fahrplan des VRR
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