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Erinnern und Lernen

Geschichte ist kein Fall fürs Museum, sie ist ein Schlüssel zur Zukunft. Erinnern bedeutet zugleich die Aneignung der eigenen Vergangenheit als ein Mittel gegen das (kollektive) Verdrängen und Vergessen. Wer sich erinnert, hat die Chance, aus der Geschichte zu lernen.

Solingen

Wuppertal

Arbeiter*innen gegen Nationalsozialisten

Widerstand bei Bemberg und in Heckinghausen

Das traditionelle Arbeiterquartier Heckinghausen und die Belegschaft von Bemberg waren lange Zeit die "Speerspitzen" der Wuppertaler Arbeiterbewegung im Kampf für erträgliche Arbeits- und Lebensbedingungen und im Kampf gegen die Nationalsozialisten. Insbesondere die Gegend um die Ziegelstrasse entwickelte sich zu einer starken Hochburg der KPD.

Am Ende der Weimarer Republik, die Wirtschaftskrise sorgte für entsetzliche Notlagen in den Arbeiterfamilien, war Heckinghausen Schauplatz von bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen mit Toten auf beiden Seiten. Der Kampf gegen die SA wurde mit militanten Mitteln geführt, es kam zu Plünderungen von Lebensmittelgeschäften und zum Sturm auf das Wohlfahrtsamt,um gegen die (erneuten) Kürzungen der Fürsorgeleistungen zu protestieren. Mit Panzerwagen versuchte die Polizei die Gegend um die Ziegelstrasse wieder unter staatliche Kontrolle zu bekommen.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlagerte sich der Widerstand in die Betriebe.

Insbesondere bei Bemberg entwickelten sich 1934-1935 starke illegale Gewerkschaftsgruppen, die Flugblätter und Betriebszeitungen erarbeiteten und verteilten. Es kam sogarzu einem Kurzstreik gegen die schlechten Arbeitsbedingungen. Ab Januar 1935 zerschlug die Gestapo die Gewerkschaftsgruppen bei Bemberg und in den anderen Betrieben und nahm über 1.900 Personen fest, die gefoltert und zur Aussagen gezwungen wurden. Ab November 1935 wurde den WiderstandskämpferInnen in den sog. Wuppertaler Gewerkschaftsprozessen der Prozess gemacht. Auch viele Bemberg-ArbeiterInnen verschwanden in Gefängnissen und Konzentrationslagern.

Treffpunkt: Stadtteiltreff Heckinghausen Heckinghauser Str. 195

Hinweis:

Unter welchen Bedingungen (Teilnehmer*innenzahl, erforderliche Nachweise, etc.) die Stadtrundgänge im 2. Halbjahr 2021 stattfinden können, lässt sich aktuell noch nicht mit Sicherheit sagen. Wir aktualisieren diese Informationen, sobald sie uns vorliegen. Wenn Sie sich für diesen Stadtrundgang interessieren, können Sie sich gerne bei Christian Dillenberg 563-2248 oder Dr. Jan Kirschbaum (563-2217) telefonisch vormerken lassen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 19.9.21 1* So: 14:30-16:45 (Auswä)
Google Maps
10-2104w@221
5.00 €
wenige Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Arbeiter*innen Widerstand in der Elberfelder Nordstadt: Mirker Quartier

Das Mirker Quartier war in den 30iger Jahren noch stark industriell geprägt und mehrheitlich von Arbeiter*innen bewohnt. Eine Hochburg der organisierten Arbeiterbewegung war der Großbetrieb Cosman, Villbrandt & Zehnder (später Gold-Zack) in der Wiesenstrassse. Hier entstanden in der NS-Zeit auch freie Gewerkschaftsgruppen, die aber von der Gestapo ab 1935 zerschlagen wurden. Auf der Gathe kam es regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit der SA und der Polizei. Am Nüll existierte eine "wilde Siedlung", in der während Weltwirtschaftskrise Menschen wohnten, die sich keine Wohnung mehr leisten konnten. Auf der Wanderung werden die verschiedenen Akteure der Widerstandsbewegung vorgestellt.

Treffpunkt: Mirker Bahnhof vor dem Café Hutmacher

Hinweis:

Unter welchen Bedingungen (Teilnehmer*innenzahl, erforderliche Nachweise, etc.) die Stadtrundgänge im 2. Halbjahr 2021 stattfinden können, lässt sich aktuell noch nicht mit Sicherheit sagen. Wir aktualisieren diese Informationen, sobald sie uns vorliegen. Wenn Sie sich für diesen Stadtrundgang interessieren, können Sie sich gerne bei Christian Dillenberg 563-2248 oder Dr. Jan Kirschbaum (563-2217) telefonisch vormerken lassen.

Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 10.10.21 1* So: 14:30-16:45 (Auswä)
Google Maps
10-2105w@221
5.00 €
Plätze frei

Einzeltermine Anmeldung Information Fahrplan des VRR
Einzeltermine hier anzeigen
 

Vom Novemberpogrom bis zu den Deportationen - die Rolle der Wuppertaler Gestapo

Über die konkrete Verantwortung der Wuppertaler Gestapo für die Drangsalierung, Entrechtung und Ermordung der Wuppertaler Juden und Jüdinnen ist nur wenig bekannt. 80 Jahre nach den ersten Deportationen in die Ghettos Litzmannstadt und Minsk begeben wir uns auf die Spuren der Wuppertaler Gestapo und besuchen die Wuppertaler "Tatorte".

Treffpunkt: am Denkmal im Deweerthschen Garten

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Leitung Termin     Zeit (Stadtt.) Straße R Kurs-Nr.
Preis
Infos
Dr. Stephan Stracke 7.11.21 1* So: 14:30-16:45 (Auswä)
Google Maps
10-2106w@221
5.00 €
Plätze frei

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